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Neuborn Open Air-Festival

Verfasst von metalsteini am

Datum: 
26.08.-27.08.11
Veranstaltungsort: 
Neuborn
Verfasser: 
Robin Geiß

Das Neuborn Open Air Festival, kurz NOAF, fand dieses Jahr zum siebten Mal statt. 2005 als kleines Festival mit lokalen Bands und einer PRIEST Coverband als Headliner gestartet, wuchs dieses über die Jahre immer ein wenig mehr an, so dass die Besucherzahl von Anfangs ca. 500 (über zwei Tage wohlgemerkt) auf über 2500 anschwoll. Keine 5 Minuten von der A63 gelegen, ganz grob zwischen Mainz und Alzey, lockt das Festival mit ein paar Namenhaften Headlinern und guten Newcomern oder etablierten kleineren Bands zu wirklich günstigen Preisen und einem schönen Festivalgelände.
 
Die Parkplätze unterteilen die Veranstalter in normale Besucherparkplätze und die für Wohnwagen oder Trailer. Zwischen dem normalen Besucherparkplatz und dem eigentlichen Festivalgelände befindet sich der eingezäunte Campingplatz. Dort herrschte Glasflaschenverbot, was auch akribisch am Eingang von der Security durchgesetzt wurde, kam mir doch zu Ohren, dass jemand selbst die Ketchupflasche konfisziert worden sei. Sollte dem so sein, besteht da aber noch Informationsbedarf. Denn es mag ja in Ordnung sein, aus Sicherheitsgründen Glasflaschen, in denen ja vornehmlich Alkohol transportiert und später konsumiert wird zu untersagen, aber bei Ketchupflaschen hört der Spaß ja dann doch auf. Ein bisschen mehr Feingefühl müsste die Security im Allgemeinen noch lernen, besonders dass diese mitbekommt das die Metaller KEINE Terroristen sind, die sich nur mal kurz den Turban und den Sprengstoffgürtel abgelegt haben. Aber dazu später noch mehr.
Der Zeltplatz war wirklich großzügig und es stellte kein Problem dar, sich ein schönes Fleckchen zu suchen, bei dem auch Platz für Nachkommende freigehalten werden konnte. Bestehend aus einer schönen Wiese und wie beschrieben höchstens hundert Meter vom Parkplatz entfernt. Am anderen Ende dann befand sich der Durchgang zum Festivalgelände bzw. zum Wohnmobilparkplatz.
Hier aber der zweite Punkt bei dem die Security besser informiert werden müsste: Die Jungs und Mädels, die den Eingang zum Zeltplatz von dieser Seite aus bewachten, lugten nur beim Betreten auf die Bändchen. Keine dreißig Meter weiter aber wurde man von der Security, die die Zufahrt zum Gelände sicherte angehalten und gebeten, seine Dose leer zu trinken. Auf diesem Weg seien nur die offiziellen Becher erlaubt, keine selbst mitgebrachten Getränkebehälter. Aha.
Weitere dreißig Meter war dann auch schon der Eingang. Also wirklich durchaus kurze Wege. Doch abermals die Security:  Keine Becher, die drinnen gekauft wurden, konnten wieder voll mit aufs Gelände und mussten vor dem Eingang leer getrunken werden. Es wurde zwar über meinen Einwand gelächelt, das Getränk würde drinnen wie draußen gleich schmecken, aber eingelenkt wurde auch nicht.
Klaro, bei einem Superpreis von 2 Euro pro Bier oder 1,50 für Softdrinks kann man nicht meckern und braucht sich nicht unbedingt was mit rein zu nehmen. Aber letztendlich ist dies auf jedem Festival mit eben einem Becher der vom Gelände stammt gestattet. Man muss ja nicht mit 5 vollen Bechern versuchen rein zu kommen. Und ob ich kurz vorher mein Bier leere oder gemütlich während dem weitergehen: Mehr werde ich drinnen sowieso nicht kaufen. Sinnlose dreifach Aktion der Security.
Das Gelände war schön geräumig für diese Besucherzahl aufgeteilt. Es mussten zwar Bons gekauft werden, doch nach einiger Verwirrung wurde einem versichert, dass nicht gekaufte Bons auch wieder umgetauscht werden können, denn es konnten nur Bonkärtchen für 5 oder 10 Euro gekauft werden. Und egal ob an der Bonkasse, an den beiden geräumigen Getränkeständen oder am Essensstand (bei dem es gegrilltes, Chili, belegte Brötchen oder Pommes gab): nirgendwo musste man länger als ein oder zwei Minuten, wenn überhaupt, anstehen.
Als Toiletten waren Dixis vorhanden. Wenn es die Kosten nicht übersteigt (denn die dicke fette Kohle werden die Veranstalter bei den Preisen niemals einstreichen) könnte hier drüber nachgedacht werden, wenigstens auf dem Festivalgelände mal einen Klowagen zu organisieren. Positiv war auf jeden Fall, dass es draußen wie drinnen eigentlich genügend Dixis gab, diese eigentlich immer sauber waren und was sehr positiv war: Die dafür vorgesehenen Desinfektionsbehälter waren immer voll. Habe ich so noch nie woanders bewusst wahrgenommen.
Negativ war, dass es für die Camper nur die eine Reihe zwischen Parkplatz und Campingplatz gab und innen nirgendwo eine Waschstelle vorhanden war. Hier könnte ebenso noch nachgebessert werden. Ach wenn keine Wasseranschlüsse vorhanden sind, könnten drinnen ebensolche Tanks wie vorm Gelände aufgebaut werden, denn nur mit Desinfektionsmittel an den Händen ist man doch ab und zu ungern eine Bratwurst mit den Fingern.
Positiv aber ebenfalls die Getränkeauswahl, wo man sogar zwischen zwei Biersorten (Licher und Bitburger) wählen konnte. Das hab ich definitiv noch nicht erlebt. Und viele Sitzgelegenheiten waren auch unter zahlreichen Sonnenschirmen vorhanden.
Durch ein wenig Verzögerung beim Bändchen bekommen und nicht anspringen der Kohle im Grill erreichten wir das Festivalgelände erstmals zu BURDEN. Die Band überzeugte in der glühend heißen Nachmittagssonne mit ihrem Metalstil, der mich doch sehr an langsamere PANTERA oder eben die neue Phil Baustelle DOWN erinnerte. Fand durchaus seine Anhänger auf dem Festival.
DEADLOCK wurden von der Liste gestrichen, dafür blieb dann Zeit für ein kleines Interview mit Carsten, Bassist von ROSS THE BOSS, das später hier ebenfalls nachzulesen sein wird. Und pünktlich zu dieser Band folgte dann auch einsetzender Regen, der mit zunehmender Spielzeit zum Gewittersturm wurde, so dass sogar die Band auf der Bühne ordentlich was von dem Wasser abbekam. Was aber weder die Zuschauer noch die Band störte. Eigene Stücke der Band um Ex-MANOWAR Gitarrist Ross Friedmann wurden schön abwechselnd mit eben alten MANOWAR Stücken gespielt, die noch aus der Feder von Ross stammten. Klar waren diese dann etwas bekannter, aber es gab auch genügend Fans, die die Songs der jetzigen Band ebenfalls genügend abfeierten. Und die Band wusste dies zu genießen und spielte wirklich einen fantastischen Gig. Sänger Patrick musste sich zwar zwangsläufig mit Übersänger Eric Adams messen, brachte aber eine wirklich beachtliche Leistung zustande. Und gerade auch bei den eigenen Stücken überzeugte dieser mich mehr, als auf der letzten CD; auf der er für mich leider etwas „Blass“ erschien. Aber hier stimmte alles und Basser Carsten rannte und poste über die Bühne was das Zeug hielt. Aber immer wieder mit einer schönen Portion Selbstironie und Grimassen und niemals mit einem Anflug von Überheblichkeit, wie ihn MANOWAR in letzter Zeit leider häufiger an den Tag legen. Ein Klasse Auftritt, der für nicht wenige das Highlight des Tages, wenn nicht gar des Festivals an den Tag legte und Songs wie „Thor“, „Hail & Kill“ oder auch „Battle Hymns“ neben dem eigenen Material bot.
GRAND MAGNUS kamen als nächstes und brachten ebenfalls wieder erstklassiges Material mit. Obwohl ich nicht viel von dieser Band kenne, überzeugten mich die ersten drei Lieder sehr und ich bedauerte es, mich zum Auto begeben zu müssen um mir andere Kleidung anzuziehen, denn nachdem sich zwar das Gewitter verzogen hatte, wollte aber keine Sonne mehr auftauchen und die Wolken verhießen auch keinen ruhigen Abend.
Dann kam der Headliner des Freitagabend: GRAVE DIGGER. Angestachelt durch den Jubiläums Gig in Wacken und durch das erneute Aufgreifen des schottischen Konzepts, war auch heute Abend das „Tunes Of War“ Album klar im Mittelpunkt des Geschehens. „The Bruce“, „The Ballad Of Mary“ oder das unverzichtbare „Rebellion“ standen aber neben anderem geil runter gezocktem Material wie „Knights Of The Cross“ oder älterem wie … Aber so gut Chris und seine Mannen auch spielten – Axel Ritt fügte sich übrigens wunderbar ins Bandbild ein – wie kann man solch eine geile Hymne wie „Coming Home“ vom neuen Album schreiben und dann nicht live spielen. Die Argumente anderer Zuschauer, die hätten ja keinen Dudelsack dabei gehabt kann ich da nicht zählen lassen. Meinetwegen sogar als Playback Version, aber solch ein Lied darf nicht in einer Setlist fehlen. Und das ist keine Frage des Geschmacks oder man kann es ja nicht jedem Recht machen. Basta.
Trotz allem, GRAVE DIGGER spielten einen sauberen Headliner Gig und entließen die durchnässten Besucher, die dem Dauerregen bis hierher immer noch trotzten mit einem „Heavy Metal Breakdown“.
BURDEN OF GRIEF überzeugten dann auch noch die letzten ausharrenden Menschen auf dem mittlerweile zugeschlammten Gelände mit ihrer Art von Black Metal, doch irgendwann verließen auch den letzten die Kräfte und mich schon lange. Gute Nacht.
Am Samstag sieht es zuerst mal nicht rosig aus. Es ist kalt, alles ist noch nass von der Nacht her und der blaue Himmel kommt wirklich nur ultraselten zum Vorschein. Öfter jedoch kommen kleine Nieselregenartige Schauer nieder. Natürlich hat der Matsch auch seine lustigen Seiten, denn wer sich erstmal bewusst wird, dass er an dieser Situation nichts mehr ändern kann, der arrangiert sich eben damit. Da hört man dann auf dem Dixi Gespräche wie „Das einzige Kleidungsstück das noch trocken ist, ist ein T-Shirt das ich jetzt als Hose anhabe“. Was hätte ich dafür gegeben das zu sehen! Auf dem Campingground schreitet in Polonaise Form die Inquisition durch und ein Alleinunterhalter mit „Hello Kittie“ Gitarre und Verstärker unterhält die vorderen Reihen des Campingplatzes mit Covers von PRIEST oder SABBATH.  Zwar versuchen die Veranstalter, die matschigsten Stellen am Ein und Ausgang mit Rindenmulch (der nebenbei einen leckeren Geruch verströmt, *hüstel*) zu trocknen, doch warum ausgerechnet auf dem Hauptgelände kein Stroh ausgelegt wurde, wie im letzten Jahr (siehe Bilder), bleibt jedem schleierhaft, zumal dieses Wetter ja überall angekündigt war.
Die Leute nehmens wie es kommt, einer kommt auf die glorreiche Idee einen Fußball mit zu nehmen und schon wird das hintere Gelände „Werner“-mäßig zu einem Fußballplatz, bei dem einfach jeder mitspielt, der den Ball gerade abbekommt.
Die KAMIKAZE KINGS zocken währenddessen einen richtig überzeugenden Set, der bei diesem verrückten Nachmittag einfach bestens ins Programm passt.  Ein paar Erinnerungen an AIRBOURNE werden wach und die Band flippt auch ganz schön über die Bühne. Düfte auf jeden Fall nicht wenigen Gefallen haben.
Als nächstes dann eine Band, die auch eher in die Rockschiene passt, sich aber momentan auch in der Metal Szene einen richtig guten Namen verpasst: MOTORJESUS. Da nimmt ein Herr Weidner die Band kurzerhand mit auf Tour weil er sie so gut findet und hier sieht man plötzlich Kutten Träger und eingefleischte Thrasher zu dieser Mönchengladbacher Formation abrocken. Szeneübergreifend also ballern uns die Leute Songs wie „Motor Discipline“ oder „Hammer Of The Lord“ um die Ohren und schnell sind die anwesenden Musikliebhaber, die bis dato noch nichts von der Band gehört haben, auch überzeugt. Frontmann Christoph punktet auch mit sympathischer Ausstrahlung und der Überhit „Fist Of A Dragon“ der meiner Meinung nach viel zu früh verballert wird, knallt einfach egal ob live oder auf Scheibe richtig geil rüber.
PSYCHOPUNCH sorgten dann für einen leicht punkigen Einschlag und vor der Bühne wurde ordentlich gepogt und gemosht bzw. gematscht. Während vorne also die Kuh flog, waren es im hinteren Bereich eher die Schuhsohlen, denn nicht wenige Schuhe überlebten den doch saugreichen Matsch nicht ganz und blieben entweder ganz oder mit Sohle stecken. Aber wer die Schweiz mit dem 2010er Sonisphere erlebt hat der weiß, das hier sind lediglich Pfützen über die man lachen kann.
SUICIDAL  ANGELS, die Griechen, stiegen als nächstes auf die Bretter. Auf jeden Fall arschtight und mit einem Knaller Sound wie eigentlich immer ausgestattet überzeugten diese zuerst mal, bis nach dem dritten Song die Vermutung aufkam, dass die Songs bei immer gleich eingestelltem Metronom gezockt werden. Dann folgte doch noch ein zumindest für diese Band langsameres Stück, und brachte somit etwas Abwechslung ins Set. Nicht falsch verstehen, ich finde SUICIDAL ANGELS nach wie vor gut und mit ihrem SLAYER mäßigen Sound können die Jungs wirklich ein ordentliches Brett auffahren, doch für nicht auswendig Kenner ähnlichen sich die Songs und Strukturen doch reichlich.
Die EMIL BULLS schraubten dann den Agro Level etwas nach unten. Auch wenn der Punk der Münchener oft durch Nu Metal oder Metalcore Einlagen unterbrochen wird und somit nicht ganz mainstreamig daher kommt, wurden hier doch öfter auch zartere Seiten aufgefahren als bei den ballernden Griechen. Zumindest Publikumstechnisch aber machten die Münchner nix verkehrt, wie die Reaktionen vor der Bühne inkl. Einer kleinen Wall of Death zeigten.
Danach folgten NAERA, die man mir stolz als Old School Thrash anpries. Ich würde sagen Ziel verfehlt denn hier ballerte ganz klar harter melodisch angehauchter moderner Death Metal aus den Boxen. Die Band aus Münster um Sänger Benny spielte ein Best Of Set ihrer bisherigen fünf erschienenen Alben und machten bei nicht wenigen im Publikum Pluspunkte. Es wurden am Abend Stimmen laut, die NAERA ganz klar mit als beste Band des Festivals, oder eben als größte positive Überraschung hervorhoben.
Dann aber wurde es Zeit, für Thrash Metal, denn niemand geringeres als die Ruhrpott Legende SODOM betrat als Headliner des Samstags die Bretter. Der Set an sich war gut, es gab ein Best Of Programm aus einigem neueren Material und vielem Old School Stuff und Tom selbst kam mir irgendwie sehr agil vor. Ständig war der Mann in Bewegung wenn er nicht gerade am Mikro Songs wie „Remember The Fallen“, „M16“ oder „Blasphemer“ sang. Entweder die Bühnenseite am wechseln oder am bangen schafften es die drei, durchgehend Energie zu versprühen und knallten uns einen guten SODOM Gig vor die Füße. Und auch Neuzugang Makka an den Drums machte eine gute Figur und im Jahre 2011 noch von Rumpel Thrash zu sprechen wäre wirklich nicht fair, denn die Songs ballern dank der präzisen schnellen Drumparts mehr als ordentlich und strukturiert aus den Boxen. Ganz neues wie „In War And Pieces“ wurde ebenfalls gespielt und unsterbliche Klassiker wie „Ausgebombt“ oder „Bombenhagel“ dürfen eben auch nicht fehlen. Wobei ich sagen muss, dass mir gerade letztgenannter Track irgendwie nicht mehr so dolle gefällt, denn gerade die Zwsichenparts werden fast schon im doom Tempo dahergeschleift wohingegen die Strophenteile bis hin zum Ein-Wort-Refrain in Highspeed dahin geschmettert werden. Eine Nationalhymne, egal ob jetzt die Deutsche (die man in diesen Zeiten ruhig auch wieder spielen darf ohne gleich ein Nazi zu sein) oder aber die Euro Hymne fehlt irgendwie gänzlich und ich stelle die These auf, dass dieses Lied niemals den Status erreicht hätte, wenn es schon immer in dieser Form dargeboten worden wäre. Egal, die Thrasher unter dem Publikum haben einen würdigen Headliner gehabt und werden zum Schluss noch mit Death Thrash Metal von TORTURE SQUAD so richtig durchgeschüttelt.  Die Brasilianer sind auf jeden Fall dabei, ihre Vorreiter von SEPULTURA einzuholen, zumindest was die Beliebtheit im Underground und den Härtegrad angeht und werden, jetzt schon nachzulesen im Gästebuch, direkt schon wieder fürs nächste Jahr gefordert.
Das war also das NOAF 2011. Es gab ein paar negative Punkte wie das fehlende Stroh, die Unwissenheit bzw. Übertriebenheit der Security (wobei keineswegs Brutal was man auch deutlich sagen muss), die Dixis oder eine Waschstelle im Innenraum, aber es gab auch genug positives: Angefangen mit den Hammergeilen Preisen (auch beim Merch, bei dem man kurz mal nur 25 Euro für einen Kapuzenzip Pulli latzte), dem schönen Gelände, den kurzen Wegen, dem eifrigen ehrenamtlich helfenden Personal, der Bandauswahl (wo ja wirklich für jeden was dabei war) und den megageilen Gästen: Was ich gelacht habe an diesem Wochenende geht auf keine Kuhhaut (die vorher noch im Pit umherflog). Ich als beinharter Wacken Fan möchte mit folgendem beschließen: Stellt euch Wacken vor, ohne die von vielen bemängelte Kirmes, Zuschauermassen und Bühnenanzahl. Einfach Wacken, wie es seinerzeit mal gewesen sein muss.  Ihr habt also das einmalige Flair von lauter feierwütigen Leuten die einfach nur lustig drauf sind und gute Musik hören wollen und ihr habt das NOAF. Für mich entsteht hier gerade ganz klar ein „Klein-Wacken“. Ein Festival mit eigenem Flair und ein richtig geiler Geheimtipp, so dass man auch hier getrost sagen kann: See you in 2012, rain or shine.
Nachwort: Meine angesprochenen Kritikpunkte habe ich dem Veranstalter zukommen lassen.  Zum Thema Stroh auf dem Platz wurde mit mitgeteilt, dass dies nicht mehr ausgelegt werden könne, da sie den Platz wieder komplett herstellen müssen zur Übergabe. Man arbeite aber an einer Lösung für dieses Problem.
Eine Bar mit Schnaps etc. wird es nie geben, da dass NOAF als Jugendveranstaltung sei. Das Essensangebot würde man aber jedes Jahr optimieren (was ja nicht schlecht war sondern lediglich evtl. noch ein paar Alternativen bieten könnte).
Toiletten auf dem Campingplatz seien definitiv zu wenig bzw. zu konzentriert an einem Platz gewesen, einen Toilettenwagen könne man aber aufgrund fehlender Wasseranschlußstellen nicht organisieren. Eine Waschstelle im Innenbereich wolle man aber einrichten.
Man wolle nochmals darauf hinweisen, dass das NOAF kein kommerzielles Festival sei, sondern die Crew alles aus freiwilligen Helfern bestünde. Und genau deswegen finde ich die angesprochenen Kritikpunkte auch nicht schlimm sondern habe diese lediglich als Anregung mit eingebracht.