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KYUSS LIVES!

Verfasst von metalsteini am

Datum: 
28.03.2011
Veranstaltungsort: 
Live Music Hall, Köln
Verfasser: 
Marlon Schlaus

 
Um's mal mit Walt Disney's Worten zu sagen: Die Wüste lebt! Und das gewaltig.
Groß waren die Erwartungen, als ich nach Köln fuhr, um die Götter des Stoner Rock noch einmal live zu erleben, und ich wurde genau wie bei Garcia Plays Kyuss im letzten Jahr nicht enttäuscht.
Aber erst einmal ein paar Zeilen zu den Supportern: Den Anfang machten Burden aus Deutschland. Mit ihrem eigenwilligen Mix aus Southern Rock, Doom und Sludge und einem Baß-Problem am Anfang hatten es die Jungs schwer, beim verwöhnten Publikum anzukommen. Als die Sound-Probleme aber im Griff waren, lieferten sie eine souveräne Vorstellung ab, was den Zuschauern dann auch immer besser gefiel. Daumen hoch!Nach einer kurzen Pause waren dann Waxy am Start, von denen ich eigentlich dachte, daß sie nicht spielen, weil sie die England-Gigs für nächste Woche wegen Krankheit abgesagt haben. Die Band, die genau wie Kyuss aus der Palm Desert-Ecke kommt, spielen soliden Stoner Rock, der sofort ins Ohr geht und zum Zappeln animiert, was vom Publikum auch honoriert wurde!
Jetzt war der große Moment endlich da! Kyuss Lives enterten die Bühne der Live Music Hall! Und die Band machte sofort klar, warum sie in Köln war: Für ein Stoner-Feuerwerk der ganz besonderen Sorte. Von Anfang an rasteten die Leute aus, als die ersten Töne von Gardenia aus den Boxen drangen. John Garcia ganz in schwarz und mit Sonnenbrille hat nichts verlernt, gut bei Stimme sang er einen Kracher nach dem anderen und brachte die Meute zum Rasen. Der Baß von Nick Oliveri bebte und waberte durch die Halle und Brant Bjork an den Drums ist eh die Coolness in Person. Ein Hit nach dem anderen wurde abgefeuert, von Hurricane über One Inch Man bis zu Odyssey und El Rodeo. Meine persönlichen Highlights allerdings waren Fatso Forgotso, das epische Spaceship Landing und Freedom Run. Wie auch immer, es war für jeden etwas dabei. Nur schade, daß sie Demon Cleaner nicht gespielt haben, aber wenn man sich die unten angehängte Setlist anschaut, läßt sich das dann doch verschmerzen ;-) Ein Wort noch zu Bruno Fevery, der belgische „Ersatz“ für Josh Homme. Ersatz ist wohl das absolut falsche Wort. Auch wenn der Kerl Belgier ist, hat er doch den Stoner Rock im Blut wie kaum ein anderer, gerockt wie Sau und sich die Seele aus dem Leib gespielt. Great Job, Dude!
Und was bei den Leuten abging, unglaublich! Da wurde getanzt, mitgesungen und gegröhlt, gebangt und gepogt, die ganze Halle war 90 Minuten nur in Bewegung. Zum Abschluß gab's dann noch das deftige Green Machine um die Ohren und dann war die Reise auch leider schon zu Ende. Bleibt nur zu sagen, daß es ein rundum gelungener Abend in der LMH war. Kyuss bzw. Kyuss Lives haben nichts von ihrer Magie verloren und viele Menschen, einschließlich mich, dazu veranlasst, mit einem mehr als glückseligem Grinsen im Gesicht wieder nach Hause zu fahren! Bin mal gespannt, ob, und wann die Jungs ein neues Album aufnehmen, geplant ist es ja. Ansonsten erscheint dieses Jahr noch das Solo-Projekt von John Garcia, Garcia Vs. Garcia!
Setlist
- Gardenia
- Hurricane
- Thumb
- One Inch Man
- Conan Troutman
- Freedom
- Asteroid
- Supa Scoopa and Mighty Scoop
- Fatso Forgotso
- Odyssey
- Whitewater
- Rodeo
- 100 Degree
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- Space Cadet
- Allen's Wrench
- Green Machine