UNHERZ - Herzschlag

Veröffentlicht: 26.08.11
Label: Massacre Records
Tracks: 11
Laufzeit: 43:18
Genre: Deutschpunk
Unsere Wertung:
Verfasser: Robin Geiß
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UNHERZ ist eine Band, die sich ebenso wie z.B. FREI.WILD dem harten Deutschrock verschrieben hat.
Die Kritiken ihres Debüt Albums, das ich persönlich nicht kenne, waren nicht gerade rosig. Ihr Zweitwerk „Herzschlag“ fängt nach einem kurzen Intro mit dem Titelsong schon mal sehr vielversprechend an. Sehr metallisch das Ganze mit kleinem feinen Soloteil in der Mitte geht der Song direkt ins Ohr und wenn man sich vorstellt hier würde englisch gesungen, wäre dieser Song ein richtig cooler Metalsong mit rauem Gesang. Der zweite Song schlägt dann in die TOTE HOSEN bzw. BÖHSE ONKELZ Ecke. Beide Bands hintereinander in einem Satz? Jawoll, hier hört man eindeutig beide Bands raus und der Song hat einfach nur ´nen gute Laune Charakter. „Rette mich“ ist dann eine typische HOSEN Halbballade und dann folgt der Knaller: „Prall und Kugelrund“. Zwar nicht gerade sanft oder zu anspruchsvoll bei den Texten, ok, etwas prollig, aber ein Punker der einfach nur dafür gemacht ist im vollen Kopf lautstark und laut grinsend mit zu singen. Bis hierher eigentlich alles richtig gemacht und einfach nur geile Songs fabriziert. Der nachfolgende Song „Verlorene Welt“ hat ein geiles Gitarrenspiel inne, doch mit „Halt die Fresse“ ist ein Song drauf, der zu den neueren ONKELZ gepasst hätte und mal ehrlich, wer hätte die letzten Alben der Onkelz überdurchschnittlich gut gefunden, wenn da ein anderer Name drauf gestanden hätte? „Die Hölle muss schön sein“ ist einfach nur eine Depri-Ballade und „Kein Paradies“ hat ein typisches Onkelz- Riff, das aber leider überstrapaziert wird, so dass es sogar nach mehrmaligem Hören fast anfängt zu nerven. Der letzte Song ist dann wohl eher als Bonus und Hommage an die G.O.N.D. zu verstehen und ist ein Gute Laune Abschluss Lied.
Fazit: UNHERZ haben ein Album abgeliefert, das weit davon entfernt ist schlecht zu sein, ein paar richtig geile Songs die 10 Punkte wert wären abliefert, aber leider auch ein paar Nummern drauf hat, die heutzutage nicht unbedingt begeistern. Dazu kommt noch, dass ein wenig die Eigenständigkeit fehlt, wobei man aber auch sagen muss, dass es 2011 verdammt schwer ist, das Rad neu zu erfinden. Eine nette 7 mit Tendenz zur Acht. Auf jeden Fall für Freunde vom Deutschrock antestungswürdig.