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SARKE - Vorunah

  • Veröffentlicht: 08.05.2009

  • Label: Indie Recordings

  • Tracks: 8

  • Laufzeit: 37:29

  • Genre: Black metal

  • Unsere Wertung:

    9
  • Verfasser: Jens Groh

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    Eigene Bewertung: Keine

Was ist mit Ted los???? Warum geht er fremd???Geht ihm sein im Rock Hard labernder Partner in Crime Fenris auf den Sack? hat er keinen Bock mehr auf irgendwelche Survival-Trips?, oder will der Herr mal endlich wieder Bühnenluft schnuppern? Denn im Gegenteil zu seinem Kumpel will Sarke auf Tour gehen.Viele Fragen, aber nur eine Antwort: Kann sein!Recht überraschend kommt dieses Debut der Norwegischen Schwarzwurzeln daher, denn hinter Sarke verbergen sich niemand geringeres als der Drummer von Tulus und Khold, namentlich Sarke und der Frontmann Darkthrones Ted Skjellum, besser bekannt als Nocturno Culto. Zumal Nocturno und Fenris ja im Jahrestakt Platten unters BM-Volk schmeißen.

Die Affinität zu Darkthrone ist nicht nur durch deren Frontschreier, sondern auch durch den Gitarrensound frappierend, wobei hier Sarke die Sechssaitige bzw. neben den Drums auch den Viersaiter eingeprügelt hat, und höchstwahrscheinlich auch das Keyboard, das wird aber mit keinem Sterbenswörtchen irgendwo erwähnt.

Allerdings ist die ganze Chose etwas differenzierter Produziert als man es von den Dunkelthronen gewöhnt ist, was ja auch kein echtes Kunststück ist, sind deren Produktionen bewusst schlicht und untergrundig gehalten. Hier wird einem zwar auch keine Hochglanzproduktion vor den Latz geknallt, denn man versuchte extra mit altem Analogen Equipment aufzunehmen, aber besser als die letzten Produkte aus dem Hause Darkthrone ist es allemal.

Und das sind nicht die einzigen Parallelen zu Ted´s Stammband, hier wie dort werden an die ganz grossen im Black-Metal Kniefälle gemacht, das heißt Celtic Frost, Bathory, Black Sabbath und Konsorten klingen zu jeder Sekunde aus allen Ecken und Enden heraus.Aber, und nun kommt der große unterschied, bei Sarke bekommt man den ganzen Black-Metal mit einem gewissen 70´s Touch serviert, denn durch das hier verwendete Keyboard kommen auch Einflüsse von Bands wie Witchfinder General und Widow zum Vorschein.

Auch das durchweg Doomige Tempo ist ein immenser Unterschied zu den Hauptbands der beiden Protagonisten, und mir persönlich gefielen immer die langsamen Stücke im Black-Metal am besten, denn nichts lässt die bösartige Stimmung besser zur Geltung kommen als schleifende alles zerstörende Riffs jenseits des bollernden Highspeeds, in fieser Langsamkeit vorgetragen. Bestes Beispiel hierfür ist der vierte Song „Frost Junkie“.

In „13 Candles“ wird sogar mit einem Kinder?Chor aufgewartet, dies sollen auch meine beiden Anspieltipps sein, denn diese beiden Songs heben sich meiner Meinung am meisten aus allen heraus.„Dead Universe“ bietet zum Schluss noch mal Black-Metal ganz in der Tradition Bathory´s zu deren Return Zeit, kurz schnell und auf den Punkt, man könnte also von einer Erlebnis-Reise durch den BM der frühen Achtziger sprechen……oder wenn man ganz böse will von der besten Darkthrone seit „Panzerfaust“. BM Puristen werden jetzt wahrscheinlich aufschreien, aber ich sag es mal mit Darkthrone selbst: Fuck off and Die….HÄHÄ. 9 Punkte mit Tendenz zur Höchstnote halte ich hier für angebracht.

Line-up:

Nocturno Culto (Vocals)

Sarke (Guitar, Bass, Drums)

Tracks:

01:Primitive Killing (4:21)

02:Vorunah (4.02)

03:The Drunken Priest (3:24)

04:Frost Junkie (6:24)

05:Old (3:42)

06:Cult Ritual (6:33)

07:13 Candles (6:57)

08:Dead Universe (2:06)