OZ - Burning Leather

Veröffentlicht: 18.11.11
Label: AFM
Laufzeit: 42:51
Genre: Heavy Metal
Unsere Wertung:
Verfasser: Robin Geiß
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Die alten Haudegen von OZ wandeln ein wenig auf den vorbereiteten Pfaden von HELL und bringen mit ihrem neuen Output „Burning Leather“ ein reinrassiges Heavy Metal Album im Stile der 80iger mit zeitgemäßem Sound auf den Markt.
Eingefleischte Fans des typischen 80iger Sounds und solche, die immer wieder dafür sorgen dass Festivals wie das KIT oder das HOA ausverkauft sind , werden sicherlich schon von OZ gehört haben. Die Kapelle brachte schon einige Werke bis 1991 auf den Markt, was sicherlich einen der Unterschiede der eben angesprochenen Band HELL macht. Doch danach wurde es still um die Band und nun gibt es eine Art Best Of mit einem neuen Track, der ganz am Anfang steht: „Dominator“. Doch dieser unterscheidet sich nicht von den anderen Tracks, zumal diese auch neu eingespielt wurden. Was die Nähe zu HELL ausmacht ist eben, dass man dem Songwriting, dem Arrangement und dem allgemeinen Vibe spürbar anhört, dass hier eine typische Nietenbehangene 80iger Kapelle am Werk ist, aber ebenso wie bei HELL wurden hier alte Kamellen neu eingespielt und mit einem zeitgemäßeren Sound versehen, um den verwöhnteren Ohren gerecht zu werden. Aber ein einfacher Abklatsch der besagten Band ist dies mit sicherheit nicht, denn wo die andere Band mit okkutlen Themen spielt und diese auch maßgeblich in den Sound einfließen und vor allem vom Sänger theatralisch vorgetragen werden, gibt es hier Metal der eher in die Hard Rock Schiene oder frühe Werke der NWOBHM passt und eben mehr Rock Vibes und Party Faktor versprüht. Auch Sänger Ape erinnert mich irgendwie öfter mal an eine jüngere Version von Biff von SAXON, obwohl das Alter bestimmt nicht sehr unterschiedlich sein dürfte.
11 Songs gibt es insgesamt, darunter auch eine Neueinspielung des größten Bandhits „Turn The Cross Upside Down“, der sogar mir geläufig war, obwohl ich keine vorherige Scheibe der band besitze. Und wer auf die feuerumringte nietenbesetzte Faust in einem Lederhandschuh auf dem Cover schaut, der weiß eigentlich ganz genau was ihn hier erwartet.
Fazit:
Im Zuge der allgemeinen Revival Welle (sei es nun okkultiges aus den 70iger, Thrash der alten Schule oder eben reinrassiger Metal der die Kutten wieder aufleben lässt) könnten OZ durchaus mit diesem guten Album Beachtung erlangen. Jeder, der auf 80iger typsichen Metal steht und die Frühwerke der NWOBHM mag, kann sich diese Scheibe getrost ins Regal stellen und braucht keine Angst vor Rumpelsound zu haben. Eine Rock Scheibe die Spaß macht.