LILIAN AXE - The Days before Tomorrow

Veröffentlicht: 27.12.2012
Label: AFM
Tracks: 11
Laufzeit: 60:00
Genre: Heavy Rock
Unsere Wertung:
Verfasser: Robin Geiß
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Irgendwie seltsam. Da kommt bei AFM die neue Scheibe der Band LILLIAN AXE raus, der Name ist mir auch geläufig, aber viel finden kann man über die Band im Internet nicht. Sicher, es gibt ´ne Hompage, aber sie taucht weder auf der deutschen Wikipedia-Seite noch bei den Metal Archievs auf. Und das sollte sie aber, denn ich kenne zwar keine älteren Platten, aber „The Days Before Tomorrow“ ist ein bärenstarkes, melodisches, teils progressives Stück Heavy Rock, das vor gutem Songwriting nur so strotzt.
Irgendwie fällt es mir verdammt schwer, die Band und deren Stil zu beschreiben, aber jeder der auf gute Melodien steht und Hard Rock oder Heavy Metal mag, der nicht unbedingt in schnelle Gefilde abdriftet, dafür aber umso melodischer ist, sollte hier reinhören. Wobei der 1. Song „Babylon“ sogar noch etwas unspektakulär daher kommt. Doch gleich der zweite Song „Death Comes Tomorrow“ zeigt die Stärken der Band. Hier treffen atmosphärisch ruhige Strophen auf stampfende Refrains. „Gather Up The Snow“ kommt auch etwas mystisch daher und hat einen leichten poppigen 70iger Flair. Irgendwie rockig, aber bei weitem kein Psychedelic Mist den man ohne Drogen nicht entziffern kann. Generell kann man eh sagen, dass sich die Proganteile nur ganz dezent in der Rhythmussektion aufbauen und bei weitem kein unnachvollziehbares Gefrickel geboten wird und wenn ich rockige 70iger heranziehe, dann meine ich damit keineswegs das hier die x-beliebige Band daher kommt und uns Retrosongs um die Ohren bläst, die unsere Eltern gerne gehört hätten. „The Great Divine“ zum Beispiel könnte zwar durchaus auch der älteren Generation gefallen, besitzt aber einen modernen Sound und dennoch so viel Harmonien, dass andere Bands vor Neid erblassen könnten. Manchmal könnte man Vergleiche zu RIOT ziehen, wie beim Refrain von „Soul Disease“, wobei LILLIAN AXE es aber generell ruhiger angehen lassen.
Die insgesamt zehn Stücke, darunter zwei prima ins Konzept passende Balladen, können bis auf den Opener alle überzeugen so dass ich hier getrost eine 9 zücken kann und die Kaufempfehlung an alle, gerne gefühlvolle Melodien mit rockigen Parts hören möchten.