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KREATOR - Hordes of Chaos

  • Veröffentlicht: 13.01.2009

  • Label: Steamhammer

  • Tracks: 10

  • Laufzeit: 38:27

  • Genre: Thrash Metal

  • Unsere Wertung:

    8
  • Verfasser: Robin Geiß

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    Eigene Bewertung: Keine

Die neue KREATOR, fast live im Studio eingespielt, ist ein geiler Happen für alle Thrasher. Die Produktion drückt ordentlich aus den Lautsprechern, obwohl kein Metal-erfahrener Produzent hinter den Reglern saß, doch das merkt man der Scheibe überhaupt nicht an. KREATOR ballern zum Teil wie in früheren Tagen ordentlich aggressiv los, vergessen aber dabei die coolen Melodien, die es zuhauf auf „Violent Revolution“ und zum Teil auch auf „Enemy Of God“ gab, nicht. Direkt der erste Song, das Titelstück „Hordes Of Chaos“ gibt die Richtung vor, von der man die knapp 40 Minuten nicht abweicht. Vor allem setzen die Songs sich aber auch nach ein paar Durchläufen im Gehör fest, was ich bei so manchen Thrash Kapellen heutzutage vermisse. Dort gibt es oft gute Scheiben zu entdecken, auch an den Songs an sich ist das meiste in Ordnung, jedoch erkenne ich diese dann immer erst, wenn ich mir die Scheibe wieder anhöre. Für mich ist ein Song aber wirklich erst sehr gut, wenn ich ihn auch ohne Begleitung anstimmen kann. Eben der Wiedererkennungswert und die Eingängigkeit ohne jedoch zu simpel zu sein, so dass dieser nicht nach 5 oder 6 maligem Hören schon nervt. Und genau das findet man auf dieser Scheibe: eingängige aber nicht zu einfache Songs. Die folgenden Stücke „War Curse“ und „Escalation“ passen in die eben genannte Struktur bevor „Amok Run“ mit einem Akustik Intro eingeläutet wird und nach ca. 1 ½ Minuten mit Volldampf loslegt um zum Schluss hin wieder etwas auf die Bremse zu treten. „Destroy What Destroys You“, „Radical Restitance“ und “Absolute Misanthrophy” sind typische KREATOR Kracher, was nicht abwertend klingen soll, im Gegenteil, es ist genau das, was man von dieser Band hören möchte. Der nachfolgende Track „To The Afterburn“ besticht dann mit einer sehr geilen Melodie und sticht deswegen etwas hervor, weil er eher in die melodische Ecke denn in die „Knüppel“-Ecke gehört. Und genau diese Melodien mochte ich auch so an „Violent Revolution“, die eben auf dem Nachfolger meiner Meinung nach etwas in den Hintergrund traten. „Enemy Of God“ war mir etwas zu uneingänig, weswegen mir diese Scheibe wieder besser gefällt. Es folgen noch das Instrumentalstück „Corpses Of Liberty“ und der letzte Track „Demon Prince“, ein ebenfalls richtig geiler Song mit einem fiesen Solo-Teil wie man es früher mal von Overkill gewöhnt war. Den einzigen Kritikpunkt den ich anbringen möchte, ist Milles Stimme, die mir hier doch ein wenig zu „Keifig“ klingt. Er klingt hier so, wie auch bei den Live Konzerten und mir hat seine Stimme auf Scheibe immer nen Tick besser gefallen. Ansonsten: eine rundum geile Scheibe an der wohl kein Thrasher vorbeikommt und die das Zeug dazu hätte, das deutsche Gegenstück zu Slayers „Reign In Blood“ zu werden.