ICED EARTH - The Crucible of Man (Something Wicked Part II)

Veröffentlicht: 09.09.2008
Label: Steamhammer
Tracks: 15
Laufzeit: 59:16
Genre: Heavy Metal
Unsere Wertung:
Verfasser: Robin Geiß
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Jon Schaffers neuestes Album mit Matt Barlow wieder am Mikro. Groß waren die Erwartungen der Fans, schließlich waren die es, die ihn lautstark zurückforderten. Meiner Meinung nach hat Tim Owens super zu Iced Earth gepasst, einen hervorragenden Job bei den beiden Alben abgeliefert und wurde wieder einmal zugunsten des Ex-Sängers gefeuert. Doch auch wenn ich ihn stimmlich auf den Alben wie auch live überragend fand so brachte er dennoch keine Bühnen Präsenz zustande. Egal ob ich mir Iced Earth losgelöst betrachtete oder im direkten vergleich mit Matt auf dem letztjährigen RockHard, auf dem Live Sektor konnte er nicht überzeugen. Wie angemerkt, stimmlich schon, aber live gehört nun mal mehr hinzu. Jetzt haben die Fans also ihren Matt zurück, doch auch diesem Sänger bleibt nur das Material zum singen, dass Jon vorgibt. Und das ist nicht wirklich hervorragend. Zumindest die erste Hälfte des Albums plätschert für mich vor sich hin. Weder gibt es super originelle Songs, noch super Melodien oder harte Kracher. Es folgt ein Durchschnittssong dem anderen, die man in ähnlicher Weise von der Kombo schon um vielfaches besser gehört hat. Es tut sich auch keine Atmosphäre auf, die ja eigentlich bei einem Konzeptalbum vorhanden sein sollte. Judas Priest hatten mit ihrem „Nostradamus“ für mich aber um längen die Nase vorn. Egal ob es den erste Song „Behold The Wicked Child“, der ruhige Song „A Gift Or A Curse“ oder die Single Auskopplung „I Walk Alone“ betrifft, nirgendwo wollen sich für mich Atmosphäre, Gefühl oder einfach nur mitreißende und im Ohr bleibende Passagen festsetzen. Erst mit „Harbinger Of Fate“ kommt genau das Gefühl, was ich vorher vermisste. Der Song ist Iced Earth würdig. Auch der nachfolgende Song setzt Akzente mit seinen aggressiven Shouts im Chorus. Die nachfolgenden Songs sind dann auch nicht mehr die Überknaller, nach dieser Auflockerung aber gefallen sie weitaus besser als der Anfang der Scheibe. Schaffer hat mit dem 1. Teil ein gutes Album abgeliefert, dass bei mir 7,5 punkte verdient hätte. Dieses liegt einen ganzen Punkt darunter, denn es findet sich bis auf die wenigen Ausnahmen nur Durchschnittsware. Ob ein Owens dies besser gemacht hätte? Mit Sicherheit nicht, nur anders. Für mich sind Iced Earth live endlich wieder eine Macht, doch sollte Jon vielleicht nicht mehr so schnell seine Mannschaft auswechseln um ein paar Inputs fürs Songwriting von außen zu bekommen, damit sich keine weitere Belanglosigkeit mehr einschleicht und Iced Earth wieder etwas frischer klingen. Warten wir’s ab.