HATE SQUAD - Katharsis

Veröffentlicht: 28.10.11
Label: Massacre Records
Tracks: 13
Laufzeit: 49:09
Genre: Metalcore/Death Metal
Unsere Wertung:
Verfasser: Robin Geiß
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Die schon seit Anfang der 90iger aktiven HATE SQUAD hauen derzeit ihr sechstes Studioalbum auf den Markt und können mit einem richtig guten Album härterer Kost überzeugen.
Was mich aber total verwirrt, ist die Bezeichnung Metalcore im Infoblatt. Weiterhin werden sie sogar als Urväter des Metalcore bezeichnet. Für mich totaler Quatsch. HATE SQUAD spielten für mich schon immer Death Metal, der eben mit modernen Elementen angereichert wurde und auch technisch eventuell etwas vertrackter war. Doch diese Elemente fallen im Jahre 2011 gar nicht mehr so wild auf, wodurch das Album „Katharsis“ für mich eigentlich ein lupenreines Death Metal Album darstellt. Wahrscheinlich verkauft sich Death Metal derzeit einfach nicht gut, warum man auf einen moderneren Begriff zurückgreift. Ebenso, wie jede Band die Metal im Stile alter SEPULTURA spielt, das früher als Death Thrash bezeichnet wurde, einfach mal als Thrash Metal durchgeht, nur weil es gerade „in“ ist Thrash Metal zu spielen. Leute: Death Metal lebt und wird nach wie vor gehört. Was ist so schlimm an dem Begriff?Und wo wir gerade bei SEPULTURA sind (deren aktuelles Album „Kairos“ ja gerade zumindest in den Medien hoch gefeiert wird, mich aber nicht unbedingt vom Hocker reist und einfach nur das Niveau sämtlicher Vorgänger Alben mit Derek am Mikro hält und nur vom Sound her ein wenig mehr zurück zu alten Tagen geht): Hinter denen brauchen sich HATE SQUAD mit ihrer neuen Scheibe nicht verstecken und liefern mindestens genauso gute Qualität ab, wenn nicht sogar einen Tick bessere. Aber nicht nur reine Death/Thrash Stücke sind zu hören, denn nimmt man sich mal „R3VOLUT1ON15T“ zur Brust, so könnte man meinen hier seien BENEDICTION am Werk. Geil treibender Rhythmus. Der direkte Nachfolgesong könnte dann wieder Vergleiche mit den Engländern standhalten, entpuppt sich der Song „Face Your Demon“ doch als nicht ganz so brachialer Bruder von NAPALM DEATH- Songs mit abwechselndem Gesang. Wer diese Scheibe abgreift sollte auf jeden Fall zur limitierten Version greifen, diese enthält noch zwei Bonus Tracks, u.a. den Gute-Laune Song „Every Second Counts 2011“ und bringt es somit auf insgesamt 15 Stücke und fast 57 Minuten.
Fazit:
Wer viel Geschiss um das aktuelle Album der Brasilianer macht, der kann ruhig mal im eigenen Lande nachschauen und sich nicht vor Dünpfiff fürchten, denn hier werden ebenso harte Brocken gemacht – wenn nicht sogar bessere.